Tarifverhandlungen Tischlerhandwerk IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld im Tischlerhandwerk Nordwest

Tarifverhandlungen für 85.000 Beschäftigte in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen starten im November - 200 Euro mehr für Auszubildende gefordert

Eine Tischkreissäge in der Tischlerei 'derBlaue' von Jörg Wolter-Sube

23. Oktober 2026 23. Oktober 2026


Die IG Metall geht mit der Forderung nach 5 Prozent mehr Entgelt in die Tarifrunde für das Tischlerhandwerk Nordwest. Für die Auszubildenden fordert die Gewerkschaft in allen Ausbildungsjahren monatlich 200 Euro mehr. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Die erste Verhandlung mit den Arbeitgebern findet am 24. November 2026 in Hannover statt.

Die Tarifverhandlungen betreffen bis zu 85.000 Beschäftigte in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen.

Der Forderungsbeschluss wurde durch eine Befragung von Beschäftigten im Vorfeld der Tarifrunde vorbereitet. Die Rückmeldungen zeigen eine klare Erwartung: Eine deutliche Mehrheit der Befragten spricht sich für eine moderate bis kräftige Erhöhung der Entgelte aus. Gleichzeitig belasten vor allem steigende Kosten des täglichen Lebens die Beschäftigten. Auch Rente und betriebliche Altersvorsorge sowie die Perspektiven von Ausbildung und Beschäftigung spielen eine wichtige Rolle.

Bei der Einschätzung der betrieblichen Situation bewertet die Mehrheit der Befragten die wirtschaftliche Lage des eigenen Betriebs als gut oder sehr gut.

„Unsere Forderungen kommen nicht vom Schreibtisch. Die Beschäftigten erwarten bei den Entgelten spürbare Bewegung“, sagt Robert Peter, Tarifsekretär der IG Metall Küste. „Gleichzeitig brauchen wir eine Antwort auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Mit dieser klaren Erwartung gehen wir am 24. November an den Verhandlungstisch.“

Neben höheren Entgelten will die IG Metall die tariflichen Bedingungen für Auszubildende weiterentwickeln. Aus Sicht der Gewerkschaft besteht hier erheblicher Handlungsbedarf. Attraktive Ausbildungsbedingungen seien eine zentrale Voraussetzung, um junge Menschen für das Tischlerhandwerk zu gewinnen und dauerhaft als Fachkräfte in der Branche zu halten, erklärt Peter.