Kfz-Handwerk
Erstmalig Warnstreiks bei Nord-Ostsee Automobile

Haus-Tarifrunde beim Autohaus Nord-Ostsee Automobile


Einigung nicht in Sicht

In der laufenden Haus-Tarifrunde beim Autohaus Nord-Ostsee Automobile (NOA) für die Standorte in Hamburg und Schleswig-Holstein sind die Positionen der IG Metall und des Arbeitgebers auch nach drei Verhandlungsrunden immer noch weit auseinander.

Die IG Metall fordert eine Angleichung an die jeweiligen Flächentarifverträge in Kfz-Handwerk. Die Lohn- und Gehaltsspanne beträgt bei Nord-Ostsee Automobile 13 – 17 Prozent weniger als in den Autohäusern des Flächentarifvertrages.
Zum Beispiel erhält ein/e Mechaniker*in bei Nord-Ostsee Automobile ca. 15,5 Prozent weniger, als ein/e Beschäftigte*r mit selber Tätigkeit in einem Autohaus, das nach dem üblichen Flächentarifvertrag entlohnt. Diese Ungerechtigkeit möchte die IG Metall mit einer stufenweisen Heranführung ausgleichen.

NOA bietet seinen Beschäftigten zum 1. September 2022 lediglich 2,0 Prozent mehr Entgelt und zum 1. Juli 2023 1,0 Prozent mehr – bei einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023.

 

Zum ersten Mal Warnstreiks

Nun wurde erstmalig überhaupt an Centern von Nord-Ostsee Automobile zu Warnstreiks aufgerufen. Bei bestem Wetter und guter Stimmung standen die Center während der Warnstreiks still. Stephan Köppe, Gewerkschaftssekretär für das Kfz Handwerk in der Region Hamburg: „Die Kolleginnen und Kollegen sehen das „Angebot“ des Arbeitgebers als deutliche Backpfeife und sind sauer! Es wurden deutliche Zeichen gesetzt! Bewegt sich der Arbeitgeber in der nächsten Verhandlung nicht, legen wir noch eine Schippe drauf!“

Aufgrund eines positiven Corona-Tests auf der Arbeitgeberseite wurde die 4. Verhandlung vom 20. April auf den 16. Mai 2022 verschoben.